SPD Kreisverband Alb-Donau

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Stellungnahme des SPD-Ortsvereins Blaubeuren zum Artikel ‚Blaubeurens AWO-Ortsverein löst sich auf‘ im Blaumännle vom 23.9.2022 und SWP vom gleichen Tag.

Wir, die Blaubeurer SPD empfinden es als sehr bedauerlich, dass der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Blaubeuren seine Auflösung betreiben muss. Seit seiner Gründung im Jahre 1950 entwickelte sich der AWO-Ortsverein zu einer Institution in Blaubeuren mit Aktivitäten und Veranstaltungen, die zum Teil bis zum heutigen Tag geschätzt werden. Die Auflösung der örtlichen Arbeiterwohlfahrt hinterlässt eine große Lücke im sozialen Leben unserer Stadt. Leider haben der Wandel in der Gesellschaft - viele Vereine können ein Lied davon singen - aber auch Entscheidungen der Führung des AWO-Ortsvereins und fehlende Weichenstellungen für die Zukunft zu dem heutigen Ergebnis geführt.

Wenn man sich auch nur ein bisschen mit der Geschichte der AWO auskennt, dann ist die vom gegenwärtigen Vorsitzenden in den Raum gestellte Vermutung, der Niedergang der lokalen AWO könnte mit der Nähe zur SPD zu tun haben, höflich ausgedrückt, absurd: die Mitbegründerin und erste Vorsitzende der AWO, Maria Juchacz war SPD-Mitglied, im Parteivorstand aktiv und Frauenrechtlerin. Der Hauptausschuss Arbeiterwohlfahrt beim Parteivorstand der SPD wurde von Marie Juchacz geleitet. Erst in den 1950er Jahren löste sich die AWO organisatorisch von der SPD. Die Bezeichnung „Schwesterorganisation“ ist auf Landes- und Bundesebene bis heute zutreffend. Auch der ASB, viele Gewerkschaften und die Naturfreunde entstammen der Arbeiterbewegung und stehen der Sozialdemokratie bis heute nahe.

Nicht zu vergessen: über viele Jahrzehnte, gerade während der Blütezeit, hatten Sozialdemokraten den Vorsitz der Blaubeurer AWO inne und viele aktive Helfer der AWO waren auch Mitglieder im SPD-Ortsverein. Wie man also zu einer so abstrusen Behauptung der „schädlichen Nähe“ kommt, ist uns als SPD Ortsverein absolut unverständlich.

Mahnwache zum Ukrainekrieg mit neuen Terminen

Gerne überlassen wir der 'Musik zur Marktzeit' das Feld von 11:00 Uhr bis 11:30 Uhr. Damit es keinen zeitlichen Engpass gibt, beginnt die Mahnwache in Zukunft um 11:45 Uhr. Das Friedensgebet um 12:00 Uhr schließt dann lückenlos daran an. Ferner tragen wir der beginnenden Urlaubszeit Rechnung und reduzieren die Häufigkeit: Die Mahnwache findet bis auf weiteres an jedem ersten Samstag im Monat statt.

Ukraine: Gedenkminute in Blaubeuren

Gegen den Angriffskrieg Russlands versammelten sich am Samstag, den 26.2. ca. 100-150 Blaubeurer zu einer Gedenkminute vor der Stadtkirche.  Aufgerufen dazu hatten sehr kurzfristig mit dem Hintergrund tiefer persönlichen Betroffenheit Christel Seppelfeld und Meral Celik. Sie fanden, dass es nicht reicht, nur entsetzt zu sein und waren überzeugt, dass trotz der allgegenwärtigen Machtlosigkeit gegen ein solches Verbrechen, zumindest ein Zeichen gesetzt werden müsste! So wurden am Freitag, rechtzeitig vor Arbeitsende noch alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt und die Printmedien informiert. Zusätzlich wurde der Termin nach dem Schneeballsystem an alle erreichbaren Bekannten und Freunde weitergegeben.

In Ihren Eingangsworten warf Christel Seppelfeld Putin Machtbesessenheit und Größenwahn vor. Mit seinem menschenverachtenden Vorgehen stürze er das ganze Volk der Ukraine, eines demokratischen Staates, aber auch sein eigenes, ins Unglück. Offensichtlich sei Demokratie für ihn eine Bedrohung. Es gäbe nichts, was einen Angriffskrieg und die Verletzung des Völkerrechts rechtfertig könnte! Wichtig sei Ihr den Menschen in der Ukraine zu zeigen, dass wir zu Ihnen stehen. (Kompletter Text im Download-Bereich)

Bürgermeister Seibold wies anschließend darauf hin, wie wichtig es ist, dass wir für unsere Werte einstehen. Auch wenn die Gruppe der dort versammelten klein sein, würde der Protest durch die große Anzahl solcher Gruppen weltweit sicher Beachtung finden.

Wichtiger noch als Worte seien jedoch Taten. Man müsse mit Fortschreiten des Krieges in der Ukraine mit enormen Flüchtlingsströmen rechnen. Er hoffe, dass, in der bisherigen Tradition, die Blaubeurer gewohnt freundlich auf die auch hier Aufzunehmenden zugehen würden.   

 

Anmerkung: Auch wenn die beiden Organisatorinnen der Veranstaltung Mitglieder der SPD sind, wurde die Gedenkminute wegen der Bedeutung des Themas überparteilich organisiert.

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