SPD Kreisverband Alb-Donau

Wie erfolgreich war die Ampel im 1. Jahr?

Veröffentlicht am 28.11.2022 in Partei

Nach langer Zeit wurde bei einem öffentlichen Stammtisch des SPD-Ortsvereins über die Bilanz des 1. Jahres Ampelkoalition diskutiert.

 

Diskussionshilfe war eine Zusammenstellung des OV-Vorsitzenden, Thorsten Kneer, von für die SPD wichtigen Zielen aus dem Koalitionsvertrag. Mindestens genauso wichtig war (was noch nicht im Koalitionsvertrag stehen konnte) die Reaktionen der Bundesregierung auf den völkerrechtswidrigen Krieg, des Vladimir Putin am 24.2.. Diese erforderte eine völlige Neuorientierung der deutschen Außenpolitik mit erheblichen Konsequenzen auch im Inneren.

Zwei Kernziele, die seitens der SPD in den Koalitionsvertrag eingebracht wurden, ist der Mindestlohn und das Bürgergeld. Die Umsetzung des ersteren ist bereits erfolgt, das zweite ist gerade in der vorgelegten Form am Widerspruch der Opposition gescheitert, die es über den Bundesrat blockiert hat. Noch rechtzeitig zur Diskussion des Ortsvereins wurde bekannt, wie ein Kompromiss aussehen kann. Letztlich muss man sagen, dass die Kernelemente, die der SPD wichtig waren, die Weiterbildung, um die Qualifikation der Arbeitsuchenden zu erhöhen, und die deutliche Anhebung der Regelsätze, erhalten worden sind.

Die Zustimmung der Teilnehmer zu diesem Themenkomplex war außerordentlich breit. Etwas kontroverser ging es dann bei noch zu realisierenden Vorhaben, wie Cannabis-Freigabe oder 49 EUR – Ticket zu. Geprägt war die 2. Hälfte der Diskussion jedoch von Putins Kriegserklärung vom 24.2. und allen damit zusammenhängenden Ereignissen. Dies hat dazu geführt, dass quasi über Nacht außenpolitische und wirtschaftspolitische Vorstellungen Makulatur wurden und aus dem Stand Konzepte entwickelt werden mussten, die der neuen Realität gerecht wurden.

Einer solchen Situation, die auch noch sehr schnelles Handeln erfordert, hat noch nie eine Bundesregierung gegenübergestanden und  es gibt keine Blaupausen (ähnliche Situationen in der Vergangenheit, an denen man die Auswirkungen einer Entscheidung abschätzen kann)

Offensichtlich waren sich die Stammtisch-Teilnehmer dieser Situation bewusst, denn Sondervermögen für die Bundeswehr, Stärkung der Nato und Waffenlieferungen an die Ukraine spielen in dem Meinungsaustausch keine besondere Rolle. Die massiven Auswirkungen des Krieges auf das alltägliche Leben durch die drastische Verteuerung der Energiekosten und der Preise des täglichen Bedarfs dagegen sehr wohl. Die Bundesregierung hat darauf mit insgesamt 3 Entlastungspaketen reagiert, die beispiellos sind. Das Entlastungspaket I (z.B. Erhöhung der Entfernungspauschale) ist bereits abgearbeitet, ebenso das Entlastungspaket II (z.B. Einmalzahlung, steuerbefreiter Kraftstoff, 9 EUR-Ticket) , dagegenmist das Entlastungspaket IInoch in der Umsetzung (z.B. Einmalzahlung Rentner/Studenten, Heizkostenzuschuss, Gas-/Strompreis – Deckel).

Auch diese Maßnahmen fanden breite Zustimmung. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Stimmungsbildes in der Bevölkerung waren jedoch eine Reihen von Teilnehmer der Meinung, die SPD verkaufe sich zu schlecht und es wäre gut, wenn der Kanzler sine hanseatische Zurückhaltung zumindest ein bisschen überwinden könnte.

Homepage SPD Blaubeuren

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden

Überregionale News

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Downloads

Berichte

Gemeinderat

Kreistag

OV-Zeitung

Presse

Veranstaltung