Dank an alle Helfer und Ordner. Viele kamen aus dem Alb-Donau-Kreis.
Dank an alle Helfer und Ordner. Viele kamen aus dem Alb-Donau-Kreis.
swp 11.09.13
Viele Genossen und andere, die den Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel einmal hautnah erleben wollten, waren bis aus Sigmaringen und Biberach angereist. 3000 Zuhörer die sich im großen Zelt auf dem Münsterplatz und rings herum versammelt hatten.
Steinbrück präsentierte sich – auf dem runden Podest ständig im Kreise drehend – putzmunter und unterhaltsam, witzig und durchaus mit einem Schuss Selbstironie („ich drücke mich, begabt, wie ich bin, jetzt mal diplomatisch aus“). Um sofort mit voller Wucht wieder auf seine Kontrahenten einzuhauen. Den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer charakterisierte er als „die größte lose Kanone an Deck von Deutschland“. Und das Gesellschaftsbild, das die Kanzlerin und ihre Regierung vertreten, stamme aus den 1950er Jahren „samt Gummibaum und Salzstangen“, die damals als modern galten, spottete er. Er stellte aber auch klar und allgemeinverständlich die Positionen der SPD heraus und warb für sie: „In zwölf Tagen können Sie den Regierungswechsel haben“, donnerte er ins Publikum angesichts der Wahl am 22. September. „In zwölf Tagen können Sie die tatenloseste, zerstrittenste, vollmundigste und rückwärts gewandteste Regierung los sein.“
Statt eine frontale Rede zu halten, plaudert er, mit dem Mikrofon in der Hand, locker mit dem Publikum. Die SPD hatte die Zuhörer dazu eingeladen, ihre persönlichen Fragen an Steinbrück auf Kärtchen zu schreiben. Zwölf davon hatten die Organisatoren der Veranstaltung ausgesucht; die beantwortete er ausführlich und fundiert.
Steinbrücks Wahlkampf-Auftritt war selbstverständlich dazu angelegt, möglichst viele Stimmen für die SPD bei der Wahl zu sammeln. Er lieferte aber auch den beiden sozialdemokratischen Kandidaten aus der Region Schützenhilfe. Hilde Mattheis, die auf Ulmer Seite antritt, war mit ihren Enkelkindern Anna und Leonie gekommen. Mit an ihrem Tisch saß auch Dr. Karl-Heinz Brunner, der für die Neu-Ulmer SPD ins Rennen geht.
Außer Politikern wie SPD-Generalsekretärin Katja Mast und dem SPD-Außenpolitiker Gernot Erler steuerte auch OB Ivo Gönner ein Grußwort bei. „Solange ich im Amt bin“, sagte er, „habe ich schon drei Bundeskanzler erlebt. Jetzt hab’ ich Lust auf einen vierten.“
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