SPD Kreisverband Alb-Donau

Bericht über die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Laichinger Alb am Mittwoch, 05.02.2020

Veröffentlicht am 09.02.2020 in Ortsverein

1. Blick in die gutbesuchte Mitgliederversammlung der Laichinger SPD am letzten Mittwoch.

Text und Bild Heinz Surek

Die „Bombe des Tages“, so nannte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Laichinger Alb, Walter Schreyer, die Wahl des thüringischen Ministerpräsidenten Kemmerich mit den Stimmen der AFD-, der CDU- und der FDP-Fraktion im Erfurter Landtag. Und diese „Bombe“ nahm in der gut besuchten öffentlichen Mitgliederversammlung der Laichinger „Genossen“ einen breiten Raum ein. Lange würde sich diese „Regierung“ ohne Minister nicht halten, sagte Schreyer voraus. Leider müsse man beobachten, so erklärte er, dass der Populismus in Deutschland massiv zunehme, das bisherige Parteiensystem in einer immer heterogener werdenden Gesellschaft auseinanderfalle und menschliche Bindungen nachließen. In dieser Situation habe es eine Volkspartei wie die SPD, die auf Solidarität und einen gesellschaftlichen Zusammenhalt setze, besonders schwer. Und trotzdem, so betonte Schreyer: „Wir sind besser als unser Ruf!“ [...]

Gleichwohl gab es auch Erfreuliches in der Mitgliederversammlung zu vermelden: Nach langer Zeit konnte der Vorsitzende mit Sybille Teubl eine Frau als Mitglied in der SPD begrüßen. Die gelernte Krankenschwester aus Feldstetten bekannte sich in ihrer Vorstellung als „glühende Verehrerin von Helmut Schmidt“. Mit Ali Charif Al Affi aus Machtoslheim, der seit sieben Jahren Sozialdemokrat ist und bisher im Geislinger SPD-Ortsverein mitgearbeitet hat, stieß ein weiteres Mitglied zu den Laichinger „Genossen“. „Sozialdemokratische Ideen sind unsere Hoffnung für die Zukunft“, meine Al Affi, der beim Landratsamt Göppingen beschäftigt ist.

Natürlich spielte auch die Kommunalpolitik bei den „Genossen“ eine Rolle. So liegt Sascha Teubl das Thema „Sozialverträgliches Wohnen“ sehr am Herzen. Die Vereinbarung des Laichinger Gemeinderats mit einem Investor sei zwar kein klassischer sozialer Wohnungsbau, wohl aber ein interessantes Modell, das man als Einstieg in einen Wohnungsmarkt m mit bezahlbarem Wohnraum begrüßen könne. Gerd Vetter, ehemaliger Rektor der Erich-Kästner-Schule, benannte die Kindergarten- und Schulraumproblematik als das wichtigste Thema der nächsten Jahre.

Walter Schreyer, der für dieses Jahr seinen Rückzug als Ortsvereinsvorsitzender angekündigt hat, richtete vor allem an die jüngeren Teilnehmer den Appell, sich kommunalpolitisch einzubringen und bei der nächsten Kommunalwahl anzutreten. „Sammelt Ideen und Themen“, ermunterte er die künftigen Kommunalpolitiker.

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